Atlantic Fonds Jennifer Rickmers – Insolvenz droht, Anleger müssen mit Totalverlust rechnen

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Schlechte Nachrichten für die Anleger des ATLANTIC-Fonds „Jennifer Rickmers“. Wie der Informationsdienst fondstelegramm meldet, befindet sich der Fonds trotz des bereits umgesetzten Sanierungskonzepts , bei dem die Schiffsgesellschaft mit Gesellschafterdarlehen gestützt wurde, erneut in großen Schwierigkeiten. Als Alternative zur drohenden Insolvenz der Schiffsgesellschaft werden der sofortige Verkauf des Schiffs zum derzeitig denkbar niedrigen Preis von 25 Mio. US-Dollar oder eine weitere Kapitaleinlage der Gesellschafter von 24% der Kommanditeinlage genannt. Ob die Gesellschafter bereit sind, noch einmal Kapital in dieser Höhe nachzuschießen, ist angesichts der fehlenden Aussichten auf eine nachhaltige Erholung auf dem Chartermarkt für Containerschiffe äußerst fraglich.

Falschberatung begründet Schadenersatzansprüche der Anleger

Nach unseren Erfahrungen wurden die Beteiligungen zumeist über Sparkassen vertrieben. Sofern sie überhaupt den Anlegern die Risiken der hochspekulativen Schiffsfondsbeteiligung erklärten, waren in den Beratungen insbesondere folgende Mängel festzustellen:

  • Hoher Weichkosten-Anteil: Die Höhe der nicht direkt in die Schiffsinvestition fließenden Anteils der von den Anlegern aufgebrachten Gelder wurde gegenüber den Anlegern regelmäßig nicht offengelegt.
  • Hoher Anteil der Anlegergelder nicht werthaltig investiert: Für verschiedene Dienstleistungen und Bauzeitzinsen wurde ein großer Teil des von Anlegern aufgebrachten Kapitals ausgegeben. Die Anleger wurden über die Details der Mittelverwendung nicht informiert.
  • Hohe Vertriebskosten: Vielen Anlegern wurde nicht mitgeteilt und ist bis heute nicht bewusst, wie hoch alleine die für den Vertrieb der Fondsanteile gezahlten Provisionen und Vergütungen waren. Bei einem Wert von über 15% des von den Anlegern aufgebrachten Kapitals geht der Bundesgerichtshof von einer Gefährdung der Rentabilität der Fondsanlage aus.
  • Keine Aufklärung über die Risiken der Beteiligung: Dass es sich bei der Schiffsbeteiligung um eine hochspekulative und damit hochriskante unternehmerische Beteiligung handelt, die mit erheblichen Risiken, die bis hin zum Totalverlust der Einlage führen können, verbunden ist, wurde den meisten der uns bekannten Anleger ebenfalls verschwiegen.
  • Schiffsfonds als Altersvorsorge nicht geeignet: Nicht wenigen Anlegern wurde eine Beteiligung am ATLANTIC-Fonds „Jennifer Rickmers“ als sichere Altersvorsorge empfohlen. In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass derartige Beteiligungen aufgrund der hohen, spekulativen Risiken und der fehlenden Verfügbarkeit des Kapitals als Altersvorsorge gänzlich ungeeignet sind.

Da bestimmte Fehler in der Beratung immer wieder auftauchen, sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsverträgen.

Gerne stehen wir Anlegern des ATLANTIC-Fonds „Jennifer Rickmers“ für eine individuelle Beratung zur Verfügung.

Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht
Ihr Ansprechpartner
Mathias Nittel, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
info@nittel.co

Neckargemünd:
Bahnhofstr. 24, 69151 Neckargemünd
Tel.: 06223 72 98 080 | Fax: 06223 72 98 099

München:
Residenzstraße 25, 80333 München
Tel.: 089 25549850 | Fax: 089 25549855

Hamburg:
Am Kaiserkai 69, 20457 Hamburg
Tel.: 040 53799042  |  Fax: 040 53799043

Berlin:
Rotherstraße 19, 10245 Berlin
Tel.: 030 95999280  |  Fax: 030 95999279

Artikellink: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/atlantic-fonds-jennifer-rickmers-insolvenz-droht-anleger-muessen-mit-totalverlust-rechnen.html

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